DSTY sammelt 530kg Reis (Update: 14.01.2016)

DSTY sammelt 530kg Reis (Update: 14.01.2016)

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DSTY sammelt 530kg Reis (Update: 14.01.2016)

Bei der Dezember Reissammlung sammelte die DSTY 530kg Reis für die Obdachlosen in Yokohama. Zum dritten Mal hintereinander trugen Kindergarten, Grundschule und Gymnasium mehr als 500kg Reis zusammen. Vielen Dank für die tolle Unterstützung. Ein besonderer Dank geht an die Kinder des Horts, die einen eigenen Weihnachtsbasar organisierten und mit einem Teil des Erlöses 35kg für die Reissammlung spendeten. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 konnten sich beim Besuch der Obdachlosenhilfe in Yokohama überzeugen, wie wichtig unsere Reisspenden gerade in der kalten Jahreszeit sind. Vom Besuch der Obdachlosenhilfe berichten Iris Bischoff und Eva Nadine Heißwolf:

"Die Klasse 9 besuchte am Freitag den 11.12.2015 das Obdachlosenviertel in Kotobuki-cho. Wir übergaben unsere Reisspenden an die dortige kirchliche Hilfsorganisation. Es sind 330kg zusammengekommen, worüber sich die Mitglieder der Kirchengemeinde sehr gefreut haben. Pfarrer Sato, von dem wir empfangen wurden, erzählte uns etwas über seine Kirchengemeinde und das Obdachlosenviertel. Er und seine Frau wollten etwas gegen die Gewalt im Viertel tun und das Wort Gottes verbreiten und gründeten ihre Gemeinde vor 22 Jahren mitten im Obdachlosenviertel von Yokohama. Jeden Dienstag werden Onigiri an die Obdachlosen ausgegeben. Viele der 6000 bis 7000 Obdachlosen, die im Viertel leben, sind sehr dankbar für die Gelegenheit etwas zu essen zu bekommen. Da die Gemeinde nur wenig Unterstützung vom Staat bekommt, sind sie auf Spenden angewiesen. Der Reis, den wir gespendet haben, wird für etwa zwei Monate reichen. Ein ehemaliger Obdachloser namens Samura erzählte uns seine Lebensgeschichte: er lebte 12 Jahre auf der Straße, bis er an einem Abend ein warmes Onigiri von der Frau von Pfarrer Sato bekam, welches sein Leben in eine bessere Bahn gelenkt hat. Anschließend wurden wir von Samura durch das Viertel geführt. Die Häuser waren oft heruntergekommen und alt. Dabei durften wir einen Blick in eine der schäbigen städtischen Obdachloseneinrichtungen werfen. Im Viertel sahen wir sehr viele alte Männer, kaum Frauen und keine Kinder. Im Gegensatz zu den Leuten der Organisation die uns dankbar waren, gab es beispielsweise auch einen Mann der uns als "die dummen Reichen" bezeichnet hat. Daran sieht man die Verbitterung der Menschen, die auf der Straße leben. Unserer Meinung nach war der Ausflug sehr nützlich, da wir erfahren haben wie es obdachlosen Menschen geht. Um ihr Leben wenigstens etwas schöner zu gestalten, sollten wir auch in Zukunft viel Reis spenden."

Christian Zink

© 2017 Deutsche Schule Tokyo Yokohama