REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 5. bis 20. Dezember

REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 5. bis 20. Dezember

REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 5. bis 20. Dezember

von Montag, 5. bis zum Ferienbeginn am 20. Dezember sammelt die DSTY wieder Reis, wir sind auf der Suche nach jedem verfügbaren Reiskorn. Im vergangen Juni konnten wir 380 kg Reis zusammenbekommen. Diese Marke wollen wir dieses Mal wieder übertreffen.

Dazu brauchen wir wieder die Unterstützung aller: vom Kindergarten bis zur Oberstufe, von Lehrern, Eltern und Verwaltung. BITTE SPENDET REIS, JEDES KORN ZÄHLT.

Willkommen sind große und kleine Reissäcke, es können auch angebrochene Reispackungen gespendet werden. Bitte achten Sie in diesem Fall darauf, dass die Packungen wieder gut verschlossen sind. Der Sammelplatz für den Reis ist wie immer das Foyer vor der Aula.

Wie üblich wird der Reis an die Obdachlosenhilfe in Yokohama und an Second Harvest gespendet.  Wir können durch die Reissammlung auf sehr einfache Art und Weise bedürftigen Menschen in unserer Nähe Hilfe zukommen lassen.  Die Schlangen bei den Essensausgaben im Obdachlosenviertel sind besonders während der kalten Jahreszeit sehr lang. Die Betroffenen warten z.T. schon Stunden vorher auf die Ausgabe der Reisbällchen.

Wie üblich wird die neunte Klasse der DSTY den gesammelten Reis der Obdachlosenhilfe in Yokohama übergeben. Vom Besuch der Obdachlosenhilfe im Juni berichten Ehal Lorenz und Ricky Münz (ehemalige Klasse 9):

Am 28. Juni 2016 fuhren wir (14 Schüler der 9. Klasse) mit 200 Kilogramm des gesammelten Reises zur kleinen christlichen Gemeinde im Obdachlosenviertel von Yokohama, um den Reis zu übergeben.

Dort angekommen, brachten wir den Reis in den Kirchenraum der Gemeinde im 6. Stock eines ärmlich aussehenden Gebäudes. Dort begrüßte uns der Pfarrer der Kirche, Herr Sato, und seine Frau mit einem Helfer.

Der ehemalige Obdachlose erzählte uns seine Geschichte, wie sich sein Leben auf einmal zum Schlechten wendete. Er berichtete wie er einen gut bezahlten Job in einem Supermarkt hatte bis dieser Bankrott ging. Wie so viele Arbeitslose hatte er Schwierigkeiten eine neue Arbeitsstelle zu finden und landete schließlich als Obdachloser auf der Straße.

Da keine Besserung in Sicht war, hatte er sogar Selbstmordgedanken und zweifelte an der Sinnhaftigkeit des Lebens.

Der Mann fragte uns, ob wir uns vorstellen könnten, wie man sich fühlt, wenn ein Lebenstraum auf einmal zerplatzt. …Wohl sehr verzweifelt und erschüttert…

Der Mann fuhr mit seiner Geschichte fort. Als er eines Tages mit einem anderen Obdachlosen in einer Ecke am Stadion von Yokohama übernachtete, kam Herr Sato vorbei und gab ihm ein warmes Onigiri.

Dies war ein Wendepunkt für den Obdachlosen. Ab diesem Tag schöpfte er wieder Hoffnung und er ging jeden Tag zur Kirche, um zu beten. Heutzutage kümmert er sich mit seiner christlichen Organisation um andere Obdachlose. Mindestens einmal pro Woche werden Reisbällchen/Onigiri an Obdachlose ausgegeben. Da die Reisausgabe ausschließlich auf Spenden beruht, sind unsere Reisspenden enorm wichtig.  

 

Christian Zink
Koordinator für soziale Projekte

© 2016 Deutsche Schule Tokyo Yokohama