Pigor & Eichhorn - Benefizkonzert bringt einen Erlös von 190.000 Yen für Erdbebenopfer in Kumamoto

Pigor & Eichhorn - Benefizkonzert bringt einen Erlös von 190.000 Yen für Erdbebenopfer in Kumamoto

Pigor & Eichhorn - Benefizkonzert bringt einen Erlös von 190.000 Yen für Erdbebenopfer in Kumamoto

Das Benefizkonzert von Pigor und Eichhorn brachte einen Erlös von 190.000 Yen zugusten der Erdbebenopfer von Kumamoto.

Eine Mischung aus Humor und kognitiver Dissonanz: ein höchst unterhaltsamer Chanson-Abend mit Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn: Salon Hip Hop – eine originelle Verwurstung von Alltagsthemen auf Kleinkunst-Ebene mit subtilem, kulturellem Anspruch. Bereits im Soundcheck-Song war das Publikum mittendrin in der Show. Die Entertainer stimmten auf ihren Hip Hop-Style ein und traten sogleich in eine aktive Interaktion mit dem Publikum. Dieses staunte nicht schlecht, als Schulleiter Dr. Fechner nach dem Soundcheck seinen Begrüßungstext mit Hintergrundbegleitung in der Manier des Duos vorrappte. Um für diese Art von Kleinkunst die richtige Atmosphäre zu kreieren, wurde zwei Stunden vor dem Konzert entschieden, den Musikfachraum 111 mit Lichteffekten und einem kompakten Sound in eine geeignete Performance-Location zu verwandeln, während vor dem Musikraum engagierte Eltern sowie Schülerinnen und Schüler die Gäste mit Getränken und Snacks bewirteten. Vielen Dank für euer Engagement!

Anders als in so mancher Unterrichtsstunde regten die humorvollen zusammengereimten Texte, die unter Einsatz intensiver Mimik und Gestik vorgetragen wurden, zum aktiven Zuhören und Mitdenken an, so dass eine lineare Interaktion zwischen Künstler und Publikum die Atmosphäre prägte. Zu den Highlights der Show zählt sicherlich der „kulturelle Horizont-Test“, wobei Pigor dem Publikum diverse Vornamen an den Kopf schmetterte und selbiges den oder einen richtigen Nachnamen finden musste. Auch fünf Wagner-Opern wusste das Publikum zu nennen, von denen Pianist Eichhorn jeweils die ersten Takte der Ouvertüre anspielen musste – und dabei 5000 Yen verlor. Sehr kurzweilig wurde es auch beim Song „Hö Hi Ho“ (Heu hin haben), der vom Publikum in weitere deutschsprachige Dialekte übersetzt wurde, so dass mit dieser Verschlüsselungstaktik der US-Geheimdienst ganz einfach ausser Gefecht gesetzt wird. Jeder noch so kreative Text über die Show, er kann den emotionalen Gehalt einer Live-Show nur sehr unvollkommen wiedergeben.

Zustande gekommen ist dieser einmalige Abend über die Anfrage von Lukas Herbert, dem Cousin von Thomas Pigor, der selbst Kinder an der DSTY hat, sowie dem Engagement von Musiklehrer Maleyka und Christian Zink. Die Schule und die beiden Künstler verfolgten mit dem Konzert nicht nur einen kulturellen, sondern vor allem auch einen wohltätigen Zweck, denn die Spenden und Einnahmen des Abends kommen der Organisation „Little Olive“ zugute, die durch ihre Hilfsaktionen die Erdbebenopfer von Kumamoto unterstützt. Am Abend wurden über 190.000 Yen für Kumamoto gesammelt.

Markus Maleyka

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