REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 20. Juni bis 1. Juli

REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 20. Juni bis 1. Juli

REIS SAMMELN – MENSCHEN HELFEN vom 20. Juni bis 1. Juli

Von Montag, 20. Juni bis Freitag, 1. Juli sammelt die DSTY wieder Reis, wir sind auf der Suche nach jedem verfügbaren Reiskorn. Im vergangen Dezember konnten wir dank der großartigen Spenden aus der ganzen Schule einen riesigen Reisberg von 530 kg zusammentragen. Dies soll Ansporn sein für eine neue erfolgreiche Sammelaktion.

Auch für die aktuelle Reissammlung brauchen wir wieder die Unterstützung aller: vom Kindergarten bis zur Oberstufe, von Lehrern, Eltern und Verwaltung. BITTE SPENDET REIS, JEDES KORN ZÄHLT.

Wie üblich wird der Reis an die Obdachlosenhilfe in Yokohama und an Second Harvest gespendet. Wir können durch die Reissammlung auf sehr einfache Art und Weise bedürftigen Menschen in unserer Nähe Hilfe zukommen lassen. Jeweils die neunte Klasse der DSTY überzeugt sich vom Sinn unserer Sammelaktion, indem der Reis der Obdachlosenhilfe in Yokohama eigenhändig übergeben wird. Vom Besuch der Obdachlosenhilfe im Dezember berichten Iris Bischoff und Eva Nadine Heißwolf, Klasse 9:

Die Klasse 9 besuchte am Freitag den 11.12.2015 das Obdachlosenviertel in Kotobuki-cho. Wir übergaben unsere Reisspenden an die dortige kirchliche Hilfsorganisation. Es sind 330 kg zusammengekommen, worüber sich die Mitglieder der Kirchengemeinde sehr gefreut haben.
Pfarrer Sato, von dem wir empfangen wurden, erzählte uns etwas über seine Kirchengemeinde und das Obdachlosenviertel. Er und seine Frau wollten etwas gegen die Gewalt im Viertel tun und das Wort Gottes verbreiten und gründeten ihre Gemeinde vor 22 Jahren mitten im Obdachlosenviertel von Yokohama. Jeden Dienstag werden Onigiris an die Obdachlosen ausgegeben. Viele der 6000-7000 Obdachlosen, die im Viertel leben, sind sehr dankbar für diese Gelegenheit etwas zu essen zu bekommen. Da die Gemeinde nur wenig Unterstützung vom Staat bekommt, sind sie auf Spenden angewiesen. Der Reis, den wir gespendet haben, wird für etwa zwei Monate reichen.
Ein ehemaliger Obdachloser namens Samura erzählte uns seine Lebensgeschichte, wie er 12 Jahre auf der Straße gelebt hatte, bis er an einem Abend ein warmes Onigiri von der Frau von Pfarrer Sato bekommen hatte, was sein Leben in eine bessere Bahn gelenkt hat. Anschließend wurden wir von Samura durch das Viertel geführt. Die Häuser waren oft heruntergekommen und alt. Dabei durften wir einen Blick in eine der schäbigen städtischen Obdachloseneinrichtungen werfen.
Im Viertel sahen wir sehr viele alte Männer, kaum Frauen und keine Kinder. Im Gegensatz zu den Leuten der Organisation die uns dankbar waren, gab es beispielsweise auch einen Mann der uns als "die dummen Reichen" bezeichnet hat. Daran sieht man die Verbitterung der Menschen, die auf der Straße leben.
Unserer Meinung nach war der Ausflug sehr nützlich, da wir dabei erfahren haben wie es obdachlosen Menschen geht. Um ihnen ihr Leben wenigstens ein bisschen schöner zu machen, sollten wir auch in Zukunft viel Reis spenden.

Christian Zink
Koordinator für soziale Projekte

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