Die Klasse 6a besuchte im März die benachbarte Chigasaki-Grundschule. Dabei handelte es sich um einen Gegenbesuch, denn die japanischen Schülerinnen und Schüler waren einige Wochen zuvor schon bei uns an der Schule gewesen.
Das kulturelle Lernen begann bereits am Schuleingang: Erst einmal Straßenschuhe ausziehen! Zum Einstieg spielten die Kinder in gemischten Gruppen ein Suchspiel, bei dem Teamwork gefragt war. Dabei wurde hastig getuschelt, gemeinsam gerätselt und nach Lösungen gesucht. Die ersten Berührungsängste waren somit überwunden!
Bei der anschließenden Schulführung konnten wir einen Blick in verschiedene Klassenräume werfen und einen Eindruck vom japanischen Schulalltag gewinnen. Viele waren überrascht, wie ähnlich manches ist, und gleichzeitig wie unterschiedlich andere Dinge organisiert sind.
Insbesondere die vergleichsweise kleinen Arbeitsplätze für die Kinder, aber auch das blitzeblanke Schulhaus haben durchaus zum Reflektieren eingeladen.
Besonders spannend waren die Präsentationen der japanischen Gruppen. Mit viel Engagement und immer zweisprachig stellten sie verschiedene Aspekte ihrer Kultur und ihres Schullebens vor: Wir konnten uns am Kendama-Spiel versuchen, lernten typische Schulhofspiele kennen und hörten das traditionelle Instrument Koto. Andere Gruppen erklärten die japanische Sprache, zeigten Kalligrafie oder führten in die Kunst des Origami ein. Auch ein Vergleich zwischen dem japanischen und dem deutschen Schulalltag sorgte für viel Gesprächsstoff.
Zum Abschluss hatten die Schülerinnen und Schüler der 6a Gelegenheit, selbst Fragen zu stellen, egal ob über Schule, Hobbys oder den Schulnachmittag mit den Freunden.
Es war ein lebendiger und herzlicher Austausch, bei dem alle viel Neues gelernt haben und vor allem erleben konnten, wie spannend es ist, von seinen Nachbarn zu lernen.
Daniela Braune
(Klassenlehrerin der 6a)








