Wo genau verlaufen eigentlich die Grenzen der „Realität“ in einer Zeit, in der die virtuelle Welt immer mehr an Relevanz gewinnt und die Künstliche Intelligenz längst selbstverständlicher Teil unseres Alltages geworden ist?
In der Ausstellung „Machine Love“, die noch bis zum 08.Juni im Mori Art Museum zu sehen ist, wird die Auseinandersetzung mit solchen Fragen zur Grundlage von visuell, technisch und konzeptuell innovativen und herausfordernden künstlerischen Arbeiten – und so ganz unmittelbar erleb- und erfahrbar.
„Machine Love“ zeigt dabei fast 50 Werke von zeitgenössischen Künstler/-innen, die unter anderem Game-Engines, KI und Virtual Reality (VR) als Wege nutzen, um die menschliche Kreativität zu erweitern.
Sowohl der 12. als auch der 11. Jahrgang hatte nun die wunderbare Möglichkeit, dieses ungewöhnliche und spannende Ausstellungsprojekt zu besuchen und durfte zudem auf Freikarten, die uns vom Mori Art Museum zur Verfügung gestellt wurden, zurückgreifen. An dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön dafür!
Ob raumgreifende Videoinstallationen, die in der knalligen Ästhetik von Videospielen existenzielle Fragen des Menschseins behandeln, interaktive Elemente, die Kooperation und Kontakt im virtuellen Raum ermöglichen oder sensible Gemälde, die das Verhältnis zwischen einer natürlichen und künstlichen Umwelt untersuchen – es gab wirklich viel zu entdecken und der Vormittag im Museum war schneller als gedacht vorbei.
Bleiben werden jedoch nicht nur viele bild- und soundgewaltige Eindrücke, sondern auch ein breiteres Wissen und Verständnis für aktuelle technologische Entwicklungen – und natürlich: noch mehr kluge Fragen! In diesem Sinne viel Spaß beim Nach- und Weiterdenken über diese Impulse der Schüler/-innen:
- Wer trägt Verantwortung für automatische Prozesse (innerhalb einer KI)?
- Wie widersprüchlich sind die fortschreitende Entwicklung der Technologien und unser Streben nach Nachhaltigkeit?
- Wie kann man in einer immer komplexer werdenden digitalen Welt den Überblick behalten?
- Was ist eigentlich das „ICH“ in einer digitalen Welt?
- Werden KI und VR unser Verständnis vom Tod verändern?
- Werden sich der reale und der virtuelle Raum irgendwann gar nicht mehr unterscheiden lassen?










